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Internationale Flussexperten am Niederrhein zu Gast
Internationales Expertentreffen in der NABU-Naturschutzstation in Kranenburg zum Thema Fluss- und Auenentwicklungsprojekte

Kranenburg.15 Experten von acht staatlichen und nichtstaatlichen Institutionen aus Deutschland und den Niederlanden trafen sich am 8. und 9. November in Kranenburg zum Thema Flussauenentwicklung und Hochwasserschutz

Die NABU-Naturschutzstation e.V., Koordinationsstelle des Projektes „Lebendiger Rhein - Fluss der tausend Inseln", hatte im Rahmen des grenzüberschreitenden INTERREG-Projektes „Sustainable Development of Floodplains" (SDF) dazu eingeladen.

Im Projekt „SDF" arbeiten unter anderem die Bezirksregierung Karlsruhe, die Struktur- und Genehmigungsdirektion Süd in Rheinland-Pfalz, die Deichschau Haffen-Mehr, Rijkswaterstaat und Dienst Landelijk Gebied in zwölf praxisbezogenen Pilotprojekten zusammen. Hintergrund von SDF sind die in den letzten Jahrzehnten drastisch gestiegenen Kosten für akute Hochwasserschutzmaßnahmen. „Eine Lösungsmöglichkeit sehen wir in einer nachhaltigen und ökologischen Entwicklung von Flussauen unter dem Gesichtspunkt der Hochwasserprävention" erklärt Klaus Markgraf-Maué, Leiter des Projektes „Lebendiger Rhein-Fluss der tausend Inseln". Davon profitieren dann sowohl die Landwirtschaft als auch der Naturschutz und nicht zuletzt der Tourismus.

Zwei Tage lang diskutierten die Experten die aktuellen Aspekte der Auenentwicklung im Hinblick auf Natur- und Hochwasserschutz. „Im Mittelpunkt der Tagung stand der Erfahrungsaustausch darüber, wie die Ziele des Hochwasserschutzes und der ökologischen Verbesserung der Flussaue am besten mit den EU-Naturschutzrichtlinien zu vereinbaren sind", erläutert Klaus Markgraf-Maué.

Die Expertengruppe besuchte auch zwei der fünf laufenden Modellvorhaben des Projektes „Lebendiger Rhein - Fluss der tausend Inseln" am Niederrhein. Ziele waren die Naturschutzgebiete „Emmericher Ward" an der niederländischen Grenze und „Bislich-Vahnum" bei Wesel. In Zukunft soll der Rhein in diesen Gebieten wieder durch Seitenrinnen strömen können.

Die Naturschützer erhoffen sich, die Flussnatur in diesen Gebieten neu zu beleben. Gleichzeitig haben diese Maßnahmen eine positive Wirkung für den Hochwasserschutz. Ob und wie die Realisierung der Seitenarme erfolgen kann, wird zurzeit untersucht. Klaus Markgraf-Maué ist mit den Ergebnissen der Tagung sehr zufrieden und zieht eine positive Bilanz. Er ist sich sicher, dass alle Beteiligten wertvolle Anregungen für sich gewinnen konnten und dass die Tagung neue Impulse für die weitere Projektarbeit gegeben hat.

Hier finden Sie die Pressemitteilung als pdf-Download

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