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Der Rhein wird von seinem Korsett befreit
Am 22.04. wird in Mannheim der Öffentlichkeit das erste Modellprojekt zur Uferrenaturierung im Projekt "Lebendiger Rhein" in Baden-Württemberg feierlich vorgestellt.

Zur Bildergalerie Eröffnungsfeier und Baumaßnahme

 

Rheinufer bei Mannheim werden im Rahmen des NABU-Projektes renaturiert

 

Auf dem Weg zum lebendigen Rhein

 

Im bundesweiten NABU-Projekt “Lebendiger Rhein - Fluss der tausend Inseln” startet eine neue Stufe: Das Rheinufer bei Mannheim wird in einer gemeinsamen Aktion des NABU Baden-Württemberg und des Regierungspräsidiums Karlsruhe an zwei rund 300 Meter langen Abschnitten renaturiert. Bagger reißen die Uferbefestigungen auf, die den Rhein bisher in sein enges, kanalartiges Korsett zwangen. Der Fluss soll an diesen Stellen sein Ufer wieder selbst gestalten. Es ist das erste Mal, dass in Baden-Württemberg ein Stück befestigtes Rheinufer zurückgebaut wird. Am heutigen Freitag, 22.4., präsentierte sich das Projekt der Öffentlichkeit - im Beisein von Staatssekretärin Friedlinde Gurr-Hirsch, Regierungspräsidentin Gerlinde Hämmerle, Bürgermeister Lothar Quast, NABU-Präsident Olaf Tschimpke und anderen.

 

“Von naturnahen Rheinufern profitiert neben der Natur auch unmittelbar der Mensch”, sagt NABU-Landesgeschäftsführer Uwe Prietzel. “Viele Menschen sehnen sich danach, unberührte, ‚wilde‘ Natur zu erleben. Indem wir den Rhein wieder als Erholungsraum attraktiv machen, steigern wir die Lebensqualität von Anwohnern und Touristen.” Die Zusammenarbeit mit Kommunen, Ämtern und Landesverwaltung bewertet Prietzel besonders positiv: “Wir hoffen, dass den guten Erfahrungen mit dem Modellprojekt weitere Taten folgen.”

 

Die NABU-Naturschutzstation Kranenburg e.V. leitet das Gesamtprojekt “Lebendiger Rhein”. 15 Modellprojekte zwischen Iffezheim und niederländischer Grenze sollen zeigen, wie am Rhein wieder mehr Raum für Flussnatur geschaffen werden kann (www.lebendiger-rhein.de). Die Umsetzung der Maßnahmen bei Mannheim obliegt den Wasserbaufachleuten und Ökologen des Regierungspräsidiums Karlsruhe. Fördermittel der Deutschen Bundesstiftung Umwelt und der baden-württembergischen Stiftung Naturschutzfonds ermöglichten das Engagement.

 

Bereits seit Ende März weichen die Uferbefestigungen am Altrhein Ballauf in Mannheim-Sandhofen den Baggern. Auf Höhe des Mannheimer Rheinstrandbades wird seit dieser Woche gearbeitet. “Hier, am Rand des Naturschutzgebietes ‚An der Silberpappel‘, entstehen auf offenen Sand- und Kiesbänken wertvolle Lebensräume, etwa für Rosmarin-Weidenröschen, Hunds-Braunwurz und Flussregenpfeifer”, erklärt Volker Späth, Leiter des NABU-Instituts für Landschaftsökologie und Naturschutz (ILN) in Bühl, das die Maßnahmen wissenschaftlich begleitet.

 

Die Sponsoren des Projektes sind:

  1. Stiftung Naturschutzfonds Baden-Württemberg
  2. Deutsche Bundesstiftung Umwelt
  3. Michael Otto Stiftung für Umweltschutz
  4. Rheinland-Pfalz
  5. Deutsche Umwelthilfe
  6. KYOCERA
  7. Kurt Lange Stiftung
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