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Neues Stück „Lebendiger Rhein“
Bundesweites NABU-Projekt eröffnet am 7.April revitalisierten Uferabschnitt in Ingelheim

Unter dem Motto „Lebendiger Rhein – Fluss der tausend Inseln“ hat der NABU ein bundesweites Modellprojekt gestartet. Drei NABU-Institute am Rhein, unter anderem das NABU-Naturschutzzentrum Rheinauen in Bingen, versuchen mehr Natur an die Schifffahrtsstrasse Rhein zu bringen. „Die Gewässergüte des Rheins ist seit 15 Jahren stetig verbessert worden, doch die Biotopstrukturen am Rhein sind vielfach verarmt oder fehlen völlig“, erläutert Robert Egeling vom NABU-Naturschutzzentrum Rheinauen die Problematik. Naturnahe Ufer, Inseln und flach überströmte Wasserflächen sind ein Beispiel für diese Lebensräume.

 

Das Zentrum hat zusammen mit dem Land Rheinland-Pfalz die Revitalisierung von 400 m Ufer in Ingelheim betrieben. Durch den Rückbau einer Ufermauer, der Beseitigung von Steinschüttungen und Bauschutt soll sich nun ein naturnahes Ufer entwickeln. Eine finanzielle Unterstützung erhielt der NABU hierbei durch das Land Rheinland-Pfalz und zahlreiche namhafte Umweltstiftungen wie die Deutsche Bundesstiftung Umwelt, die Deutsche Umwelthilfe und die Michael Otto-Stiftung.

 

 

 

Umweltministerin Margit Conrad, DBU-Generalsekretär Fritz Brickwedde und NABU-Präsident Olaf Tschimpke (v.l n.r.) reißem symbolisch die Ufermauer ein; ganz links Landtagsabgeordnete Marianne Grosse

Foto: NABU-Naturschutzzentrum Rheinauen (c)

 

Die Naturschützer sehen sich mit dem Projekt in einer Linie mit politischen Beschlüssen im Rahmen des Rheinprogramms 2020 der internationalen Kommission zum Schutze des Rheines (IKSR) als auch mit der EU-Wasserrahmenrichtlinie.  Deren Ziel ist jeweils die Förderung der flusstypischen Gewässerstruktur, unter anderem durch die Schaffung von 800 km naturnahen Rheinufern.

 

 

 

„Während wir an vielen anderen Flüssen wie der Elbe und der Havel gegen einen weiteren Ausbau als Schifffahrtsstraße kämpfen, stellen wir am Rhein die Funktion der Schifffahrtsstraße nicht in Frage“, erläutert NABU-Präsident Olaf Tschimpke die Ziele des NABU.

 

 

Ufermauer nach Abriss

Foto: NABU-Naturschutzzentrum Rheinauen (c)

Es gehe vielmehr darum, die verschiedenen Nutzungen mit einander zu vereinen. Die Zusammenarbeit zwischen den Beteiligten in den letzten Jahren habe gezeigt, dass entlang des Rheins viel neue Natur entwickelt werden könne. Seltene Arten wie Flusseeschwalbe, Lachse und Eisvögel können vielerorts zurückkehren.

 

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